ALBA: Heimspiel zum Saisonstart

Das Team von Konstantin Lwowsky beginnt die Saison mit einem Heimspiel gegen die Basket Akademie Weser-Ems aus Oldenburg. Tip-Off ist um 15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle A. Coach Lwowsky hat uns zum Start der Saison ein paar Fragen beantwortet. Seine Einschätzungen und Prognosen sowie Infos zum bevorstehenden Spiel findet ihr hier.

 

Wie lief die Vorbereitung auf die Saison?

Konstantin Lwowsky: „Eine wirklich isolierte NBBL-Vorbereitung gab es in unserem Programm nicht. Wir wollen die Liga und ihren Wert nicht aberkennen, glauben aber, dass es für unsere Spieler zunächst einmal wichtig war, sich als Herren-Spieler zu sehen, die sich auf ihre Saisons in unseren beiden Regionalliga-Teams und einen guten Start dort vorbereiten. Der Wert der NBBL steigt dann natürlich Monat um Monat, zunächst, um sich möglichst eine ideale Ausgangssituation für die Play-Offs zu sichern und dann natürlich die Play-Offs selbst.

Die Qualität des Teams für diese entscheidende Phase der NBBL-Saison wird aber über die Entwicklung der Spieler in den Herren-Mannschaften hergestellt, nicht so sehr über die Liga-Spiele selbst. Dennoch schätzen wir es sehr, bereits das zweite Mal nach Bamberg zum NBBL-Vorbereitungsturnier eingeladen worden zu sein. Das war unsere einzige wirklich gezielte Vorbereitung. Diese aber eher in dem Sinne, dass die Spieler zumindest eine Ahnung davon bekommen, welches Potential in unserer Gruppe an Spielern dieses Jahr liegt. Vorausgesetzt, dass sie in einer Art Idealbesetzung antreten, wobei dort natürlich noch einiges im Fluss ist, sprich sich sicherlich noch Spieler in den Vordergrund spielen können über eine Saison, die in Bamberg noch gar nicht dabei waren.“

Was macht diese Mannschaft zu etwas besonderem?

„Zum Glück nicht mehr ganz „besonders“ ist die Leistungsdichte, die in den Jahrgängen dieses Kaders herrscht. Den Umstand, letztlich immer weit mehr als ein Dutzend in Frage kommender Spieler für die NBBL zur Verfügung zu haben, konnten wir uns durch die Arbeit der letzten Jahre ermöglichen. Vielleicht sind wir dann aber selbst für unsere Verhältnisse besonders breit aufgestellt in diesem Jahr. Und wir haben sicherlich auf eigentlich allen Positionen eine sehr gute Körpergröße, entwickeln uns als Programm also auch schon in diesem U19-Bereich immer mehr zu eindeutigen Perspektiv-Teams, die über das Ziel einer erfolgreichen NBBL-Saison hinausreichen. Herausragend war sicherlich auch die Tatsache, in diesem Jahr drei Spieler der U19-Jahrgänge in die Vorbereitung des Profi-Teams integriert zu haben.

Zu etwas wirklich besonderem müssen die Jungs die Mannschaft dann aber letztlich selbst machen wollen. Auf Dinge wie Teamgeist oder Spirit oder wie man es auch immer nennen will, dürfen die Spieler nicht warten, sondern müssen sich aktiv selbst um ihn bemühen. Und natürlich geht das über den allgemeinen Charakter der Jungs hinaus – auch darum, wie man das eigene Spiel definiert. Wenn man immer Lust darauf hat, gemeinsam raus zu gehen und den Gegner, wer auch immer kommen mag, mit der eigenen Verteidigung und dem eigenen Speed im Angriff zu attackieren, findet jede Mannschaft schneller zusammen, als wenn man gleichgültig gegenüber diesen Ideen ist und nur auf sich selbst schaut. Einige der Spieler haben die NBBL-Mannschaften der letzten Jahre schon sehr eng miterleben dürfen und kennen ganz gut den Unterschied zwischen einer von allen gelebten Team-Chemie und einer Situation, in der sich die Geschlossenheit erst sehr hart erarbeitet werden musste und letztlich vielleicht nicht so stark war, um sich im entscheidenden Moment bewähren zu können.“

Was habt ihr euch für die Saison vorgenommen?

 

„Wir haben uns zunächst einmal vorgenommen, wie schon erwähnt, mehr als nur einem begrenzten Kreis an Spielern die Möglichkeit zu geben, einen Beitrag für ein erfolgreiches NBBL-Jahr zu leisten. Das bedeutet, dass wir hoffen, dass sich vor allem viele Spieler der jüngeren Jahrgänge soweit aufdrängen, dass sie uns auch mal ein Spiel zwischenzeitlich tragen und in verantwortlichen Rollen wachsen können. Die Spieler der älteren Jahrgänge, die bei uns viele Minuten in der zweiten Mannschaft bekommen, werden natürlich auch zum Einsatz kommen, aber vielleicht nicht jedes Wochenende alle gemeinsam. Irgendwann werden wir dann verstehen, wer mit uns um die ersten Plätze in der Gruppe kämpft und dann wird sich unsere Auswahl an Spielern sicherlich ähnlich zuspitzen wie der Saisonverlauf.

Da wir das einzige Programm in Deutschland waren, welches es geschafft hatte, nach der Saison 2013/2014 auch 2015 wieder im Top Four zu stehen, wollen wir natürlich unsere Kontinuität beweisen, und auch im Mai 2016 wieder unter den letzten viert Teams in Deutschland stehen. Dann sollten wir allerdings das entscheidende Stück bereiter sein als Individuen und als Mannschaft, um nach 2014 wieder die Meisterschaft gewinnen zu können.“

Das Spiel gegen Oldenburg gleich zu Beginn der Saison wird ein guter Maßstab sein, wie bereit das Team derzeit schon ist. Zwar ist der prägendste und herausragendste Spieler der letzten Saison in diesem Jahr nicht mehr dabei, allerdings ist der Oldenburger Kader gespickt mit NBBL-erfahrenen und sehr talentierten Spielern. Coach Lwowsky schätzt die Arbeit der Oldenburger und freut sich auf die Partie gegen das von Arne Chorengel geleitete Team:

„Unser Respekt gegenüber dem Oldenburger Programm und unser sehr gutes Verhältnis zu dem Verein sollte mittlerweile bekannt sein. Es macht einfach Spaß, gegen gut gecoachte und gut vorbereitete Teams anzutreten. Insofern kann es keinen geeigneteren Gegner für den Saisonauftakt geben als Oldenburg.“

 

PM: ALBA Berlin