Gotha: Sieg bei ALBA

Die Oettinger Junior Rockets haben in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) schon für einige Glanztaten gesorgt, doch die jüngste übertrifft alle bisherigen. Denn die Gothaer präsentierten sich am Sonntag im schweren Auswärtsspiel bei ALBA Berlin in bestechender Verfassung und behielten mit 70:51 (38:21) souverän die Oberhand. Somit sicherte sich der Aufsteiger, der mit dem Ziel Klassenverbleib in die Saison 2015/2016 gestartet war, vorzeitig den zweiten Platz der Hauptrunde 2 – gleichbedeutend damit ist das Heimrecht in den Playoffs.

„Ein großes Lob an die ganze Mannschaft, die immer besser zusammenfindet“, sagte Stefan Mähne, Trainer der Junior Rockets, nach dem Triumph, der in dieser Klarheit nicht zu erwarten war. Immerhin hatten die jungen Albatrosse den Junior Rockets im Hinspiel noch einen packenden Fight geliefert und letztlich nur knapp verloren (75:69). Nun sah Gothas Coach eine ganz andere Partie: „Der Schlüssel zu diesem deutlichen Erfolg war unsere Einstellung: Wir waren von der ersten Minute hellwach, haben in der Offensive unsere Stärken sehr gut ausgespielt, in der Defense sehr diszipliniert agiert und vor allem die Rebounds kontrolliert. Alles in allem war das für uns erneut ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Spielentscheidend waren bereits die ersten Spielminuten. Die Junior Rockets legten einen fulminanten Start hin und überrannten die Berliner förmlich. Janó Lange sorgte für die ersten sechs Punkte – im Anschluss drehten auch seine Teamkollegen auf: Fast jeder Angriff endete mit einem Treffer. So führten die Gäste nach sieben Minuten mit 20:3. Wichtigste Grundlage dafür war eine stabile Defense, die den Berlinern wenig Entfaltungsmöglichkeiten genehmigte: Und wenn sie doch einmal ein Loch fanden, wurden sie mitunter spektakulär abgeräumt.

Die deutliche Führung nach dem ersten Viertel (22:6) konnten die Gothaer im zweiten Abschnitt weiter ausbauen (33:11). In dieser Phase lief Lorenz Schiller heiß und steuerte acht Punkte in Folge bei. Einziges Manko bis dahin war die etwas zu hohe Foulbelastung. Dennoch ging’s mit einem deutlichen Vorsprung in die Pause (38:21).

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Junior Rockets nahtlos an ihre starke Leistung an. Spätestens jetzt machte sich aber auch etwas Frustration bei den Albatrossen breit – nicht zuletzt deshalb, weil sie nicht viel trafen. So wuchs der Vorsprung in den ersten Minuten des Schlussviertels schließlich auf 61:29 (32.) an – das war der höchste Vorsprung im gesamten Spiel, das längst entschieden war. Deshalb konnten es sich die Gäste am Ende sogar leisten, munter durch zu wechseln. Dass parallel dazu die Konzentration etwas nachließ und die Führung schrumpfte, ließ sich am Ende verkraften.
Nun können die Junior Rockets dem Rest-Programm der Hauptrunde gelassen entgegenblicken. Denn am kommenden Wochenende stehen für sie zwei schwere Heimspiele gegen Tabellenführer TuS Lichterfelde in der „Blauen Hölle“ auf dem Programm. Die Gäste, auf deren Wunsch sowohl Hin- und Rückspiel in Gotha stattfinden, sind in der laufenden Saison noch ungeschlagen und der Meisterschaftsfavorit Nummer eins. Mit anderen Worten: Gegen sie haben die Gothaer nichts zu verlieren. Der zweite Platz und das Heimrecht in den Playoffs ist ihnen seit dem Triumph gegen ALBA Berlin sicher!

 

PM: Oettinger Rockets Gotha