Jena: Mit einem Bein im TOP4

Nur noch ein Sieg trennt die Nachwuchs-Basketballer von Science City Jena vom Erreichen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 2019. Das Team von Torsten Rothämel bezwang am zurückliegenden Sonntag die Piraten Hamburg am Ende deutlich mit 66:40 und kann am kommenden Wochenende optimistisch zum Rückspiel in die Hansestadt starten. Während Science City Jena als Ausrichter des prestigeträchtigen TOP4 (inkl. Halbfinals und Endspiele um die Deutschen Meisterschaft der U19 und U16) am 25. und 26. Mai 2019 die stärksten deutschen Nachwuchs-Programme in der Sparkassen-Arena erwartet, darf sich der Rothämel-Kader berechtigte Hoffnungen machen, auf heimischen Parkett die Runde der vier besten Teams zu komplettieren.

„Auch wenn wir das Spiel am Ende deutlich und auch in dieser Höhe verdient gewonnen haben, so war es trotzdem kein leichter Sieg für uns“ ,fasste Jenas Trainer Torsten Rothämel die 40 Minuten zusammen. „Meine Jungs haben trotz einiger Schwierigkeiten alle Teilziele erfüllt, die wir uns für das Spiel gesetzt hatten. Besonders die Intensität, die wir gezeigt haben und das Gewinnen des Rebound-Duells haben uns letztendlich auf die Siegerstraße gebracht. Im Rückspiel werden wir besser auf den Ball aufpassen und in der Defense die Schrauben weiter anziehen müssen, um erneut die Chance zu haben, das Spiel zu gewinnen“ so Rothämel abschließen.

Während die Jenaer Jungs der JBBL konzentriert und mit der notwendigen Aggressivität in der Verteidigung in ihr erstes Playoff-Viertelfinalduell starteten, von Beginn an klarmachten, wer das Parkett im Jenaer Sportgymnasium als Sieger verlassen wird, fanden die Gäste zunächst keinen Zugriff auf die Partie. Dirigiert von Bartautas Linartas, der die Thüringer nicht nur statistisch anführte, setzte sich Science City über einen 10:0-Lauf im Auftaktviertel bis zur ersten Pause auf 18:10 ab, bevor sich die Saalestädter einen verdiente 34:18-Halbzeitvorsprung erspielten. In der ersten Hälfte auch bei den Rebounds dominant, war es unter den Brettern vor allem Lukas Passarge der bis zum Kabinengang bereits zehn Abpraller gesammelt hatte und die Hamburger unter den Brettern zur Wirkungslosigkeit verurteilte.

Nachdem Science City auch zum Start in die zweite Hälfte mit dem nötigen Fokus auf das Parkett zurückkehrte, sich Punkt um Punkt absetzen konnte, leuchtete vor dem Abschlussviertel eine bereits vorentscheidende 52:30-Führung von der Anzeigetafel des Sportgymnasiums. Die Piraten aus Hamburg versuchten sich im letzten Spielabschnitt zwar noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage zu stemmen, fanden jedoch gegen die geschlossen auftretende Rotation der Thüringer keine nennenswerten Antworten mehr, um den letztendlich verdient-erfolgreichen Viertelfinalstart der Jenaer zu verhindern. Am Ende sprachen alle relevanten Statistiken für die Gastgeber, die aufgrund ihrer physischen Überlegenheit auch den Kampf um die Rebounds mit 60:42 entscheiden konnten.

SCJ: A. Linartas 16, B. Linartas 13, Passarge 10 (15 Reb.), Roschnafsky 6, Nwokedi 6, Köhler 5, Franz 4, Rohmeyer 4, Walter 2, Huster, Völcker, J. Rothammel

 

PM: Science City Jena