Jena: Nachwuchs-Riesen nach dem Doppelspieltag

Zwei Siege und zwei Niederlagen, so die Bilanz der Jenaer Basketball-Leistungsteams am zurückliegenden Wochenende in der U16- und U19-Bundesliga. Während das JBBL-Team der Saalestädter als amtierender Deutscher Vizemeister in beiden Begegnungen als Sieger vom Parkett gehen konnte, musste die NBBL-Auswahl im Verlauf ihrer Reise nach Norddeutschland personell arg gehandicapt zwei Niederlagen hinnehmen.

Nachdem es dem Jenaer JBBL-Kader von Trainer Tino Stumpf gelang, seine weiße Weste zu wahren, am Samstag den ärgsten Verfolger aus Gotha mit 66:59 zu bezwingen und auch das einen Tag später anstehende Duell in Göttingen mit 78:49 erfolgreich zu absolvieren, verteidigten die Ostthüringer mit diesen beiden Siegen ihre makellose Bilanz und zieren weiterhin den Platz des Spitzenreiters in ihrer Vorrundengruppe.

„Wir freuen uns, die Vorrunde ungeschlagen überstanden zu haben, den Klassenerhalt feiern zu können und in Richtung Playoffs schielen zu dürfen, „sagte JBBL-Coach Tino Stumpf nach dem doppelt siegreichen Wochenende. „Die Jungs haben die Herausforderung gegen Gotha am Ende souverän gemeistert. Es war die vorab erwartete Partie auf Augenhöhe. Im Spiel gegen die Rockets ist es uns aufgrund einer intensiven Verteidigung und einer größeren Rotation gelungen, das Parkett als Sieger zu verlassen. So konnten wir mit frischen Spielern von der Bank für die notwendige Entlastung sorgen. Letztendlich haben die Jungs gut und nervenstark reagiert, sich gegen den Druck des Gegners erfolgreich gewehrt und einen am Ende verdienten Sieg erkämpft“, sagte Stumpf rückblickend auf das kleine Derby gegen die Westthüringer. Nachdem auch das zweite Spiel am Sonntag in Niedersachsen siegreich absolviert wurde, zog Stumpf eine erste Bilanz, bevor er auf die Hauptrunde blickte. „Wir hatten mit Lukas Passarge und Fabian Rohmeyer unsere beiden Kapitäne zur NBBL nach Rostock abgestellt, um den älteren Jahrgang zu unterstützen. Ungeachtet dessen hat es in Göttingen zu einem vollkommen ungefährdeten Sieg gereicht. Nachdem wir nun die Vorrunde erfolgreich abhaken können, bleiben uns zwei Wochen, bevor die Hauptrunde startet. Da möchten wir uns natürlich die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs verschaffen, wobei die anstehenden Duelle gegen drei Berliner Teams, darunter ALBA Berlin, mit Sicherheit zu einer anderen Kategorie gehören werden“, so Stumpf.

Demgegenüber ging das personell arg dezimierte Team in der Jenaer Nachwuchs-Basketball-Bundesliga leer aus. Die U19-Mannschaft von Coach Farsin Hamzei zog am Samstag zunächst bei den Hamburg Towers mit 70:90 den kürzeren Strohhalm, bevor man sich auch am Sonntag den Seawolves in Rostock mit 59:82 beugen musste. Ohne zahlreiche verletzten Leistungsträger in den Norden Deutschlands aufgebrochen, versuchte die spärlich besetzte NBBL-Rotation von Science City in beiden Duellen den Hansestädtern Paroli zu bieten, konnte den Substanzverlust jedoch nicht kompensieren. Mit Vuk Radojicic, Lorenz Bank, Vincent Hofmann, Max Otto, Eneas Schöps sowie Richard Sturcel hatte Science City Jena auf gleich sechs Akteure zu verzichten. Dennoch stemmten sich die jungen Ostthüringer nach Leibeskräften gegen das physische und routinierte Spiel der gastgebenden Clubs. Schlussendlich erhielt das Team von Trainer Farsin Hamzei berechtigterweise viel Lob für zwei couragierte Auftritte. „Wir sind mit einer angespannten Personalsituation nach Hamburg aufgebrochen, waren mit vielen jüngeren Jahrgängen unterwegs. Ich bin ungeachtet der Niederlagen sehr zufrieden und ein Stück weit stolz auf die Entwicklung der Jungs. Sie haben trotz ihres Erfahrungsdefizits stark dagegengehalten und sich respektabel präsentiert“, so Hamzei abschließend.

PM: Science City Jena