NBBL-Review: Favoritensiege am 1. Advent

Während am 1. Advent in Deutschland langsam die besinnliche Weihnachtsstimmung Einzug erhielt, ging es in den Basketballhallen der Republik wieder hoch her. Es war #NBBLGameday und natürlich standen wieder einige hochinteressante Begegnungen auf dem Plan.

Das Spitzenspiel der NBBL Nordost (alle Stats) zwischen ALBA Berlin und den Piraten Hamburg, das für dieses Wochenende im Kalender stand, findet erst im Februar statt. Daher hatten die Verfolger in der Gruppe die Chance, zu den beiden ungeschlagenen Teams (jeweils 4:0 Siege) aufzuschließen. Allen voran die Baskets Akademie Weser Ems, die mit drei Siegen die beste Ausgangsposition hatte, und am Sonntag in Bremerhaven ran musste. Das Duell der beiden BBL-Standorte verlief knapp, keine Mannschaft konnte zweistellig in Führung gehen. Die Gäste aus Oldenburg setzten sich am Ende mit 80:84 durch. Fast verhindert hätte das Moritz Hübner, der der effektivste Akteur an diesem Spieltag war (EFF 38) und für Bremerhaven 36 Punkte, 8 Rebounds, 5 Steals und 3 Blocks auflegte. Die Blue Giants Neustadt und die Junior Löwen Braunschweig hatten beide vor ihrem Aufeinandertreffen einen Sieg auf dem Konto. Am Freitag hatte Sean McCaw, Headcoach der Junior Löwen im Interview noch gesagt, dass nun die Spiele kommen, in denen seine Mannschaft sich beweisen muss. Das gelang gegen Neustadt noch nicht, die Gastgeber siegten durch eine starke zweite Halbzeit mit 88:63, Milos Jelovac legte ein Double-Double aus Punkten und Assists auf (12/10).
Auch die AB Baskets und die Sharks Hamburg wollten ihren zweiten Saisonsieg, den es aber nur für ein Team geben konnte. Es wurde kein Spiel fürs Auge: Ganze 92 Wurfversuche brauchten die AB Baskets, um auf 65 Punkte zu kommen. Dass dieser Wert zum Sieg reichte (Hamburg erzielte 48 Punkte), lag vor allem an der deutlichen Reboundüberlegenheit (69:37). Dass ein Team mehr Rebounds als Punkte verbuchen kann, sieht man auch nicht alle Tage.
In der Tabelle hat Oldenburg nun den dritten Platz punktgleich mit ALBA und den Piraten eingenommen.

So einfach kann es manchmal sein: Im Nordwesten (alle Stats) gewinnen die vier erstplatzierten Teams, die vier letzten verlieren ihre Spiele. Am deutlichsten machte es natürlich der Spitzenreiter, die Young Dragons Quakenbrück. 91:49 besiegten sie die die finke baskets Paderborn und machten dabei deutlich, dass sie nicht auf ihren Star Isaiah Hartenstein angewiesen sind. Der Center stand nur gut 20 Minuten auf dem Feld und erzielte 11 Punkte. Topscorer waren Roberts Blumbergs und Hendrik Prasuhn mit je 14 Zählern.
Die Rheinstars Köln brachten es als Tabellenzweiter immerhin auf 17 Punkte Differenz. Sie schlugen die Phoenix Hagen Juniors mit 77:60. Deutlich wurde es aber erst zum Schluss, vor dem letzten Viertel lagen die Rheinländer mit 56:50 nur knapp vorne. Bester Kölner war Antonio Pilipovic mit 24 Punkten.
Das Team Bonn/Rhöndorf musste die sechste Niederlage im sechsten Spiel einstecken, gegen die BBA Gießen Mittelhessen unterlag man mit 76:92. Auch die überzeugende Leistung von Igor Uzelac (18 Punkte, 80% aus dem Feld) konnte die Negativserie nicht beenden. Gießens Bester war Bjarne Kraushaar mit 21 Punkte, 5 Rebounds und 6 Assists.
Die engste Partie an diesem Wochenende gab es zwischen dem vierten und fünften der Tabelle, Leverkusen und Göttingen. Nach einer Leverkusener Halbzeitführung retteten sich die Göttinger in die Verlängerung, wo sich dann aber die Gastgeber mit 78:71 durchsetzen konnten.

Ziemlich knapp haben die Schoder Junior-Giraffen Langen ihren ersten Saisonsieg in der Division Südwest (alle Stats) verpasst. Gegen die Junior Baskets Rhein-Neckar unterlag man mit 59:64. Vor allem im Zusammenspiel offenbarten sich Probleme: mit 23 Ballverlusten bei 6 Assists lässt sich schwer ein Spiel gewinnen. Heidelberg dagegen zeigte sich treffsicher von draußen: 10 von 22 Dreierversuchen fanden ihr Ziel (45 %).
Die Spielgemeinschaft Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS hat sich souverän mit 96:76 gegen die BIS Baskets Speyer durchgesetzt. Zur Halbzeit stand es bereits 58:41, danach ließen die Hessen es ruhig angehen. Beide Teams trafen traumwandlerisch von der Dreierlinie: 50 % bei Frankfurt, sogar 59 % bei Speyer. Je ein Spieler konnte ein Double-Double verzeichnen: Niklas Kiel kam für Frankfurt auf 17 Punkte und 10 Rebounds, Speyers Matthias Meier auf 25 und 11.
Im Derby zwischen Ludwigsburg und Tübingen unterlag die Porsche BBA mit 54:68. Nach einem starken dritten Viertel sah es nach einem Heimsieg aus (51:41), ein desolates Schlussviertel, das mit 3:27 (!) endete, entschied das Spiel dann.
Das Spitzenspiel der Gruppe zwischen der ratiopharm akademie Ulm und Urspring findet erst am Mittwoch statt. HIER geht’s zur Tabelle.

Nächstes Wochenende kommt es zum Spitzenspiel des Südostens (alle Stats) zwischen dem FC Bayern Basketball und dem Nachwuchsteam der Brose Baskets, dem TSV Tröster Breitengüßbach. Vorher allerdings gab es für die beiden ungeschlagenen Teams noch Heimspiele „abzuarbeiten“. München empfing Science City Jena und zumindest in der ersten Halbzeit gab es ein spannendes Spiel. 44:35 stand es da, nach der Pause aber überrannten die Bayern ihre Gäste dann kurzerhand, 31:9 endete das dritte Viertel. Vor allem die Ballverluste brachen den Thüringern das Genick, ganze 30 leistete man sich in der Partie. So war das Spiel entschieden, 94:62 endete die Partie. Topscorer war Münchens Karim Jallow mit 24 Punkten.
Breitengüßbach traf auf Würzburg und machte hier von Beginn an keine Gefangenen. 30:16 nach dem ersten Viertel, 59:27 zur Halbzeit, dem hatte Würzburg nichts entgegenzusetzen.
Die Internationale Basketball Akademie München setzte ihre Siegesserie auch in Nürnberg fort. Rent4office konnte beim 77:85 zwar drei von vier Vierteln für sich entscheiden, das reichte aber nicht um den 8:31-Rückstand aus dem ersten Viertel aufzuholen.
Die NINERS Chemnitz setzten sich mit 88:60 gegen den BBC Bayreuth durch, für die Oberfranken ist es die siebte Niederlage im siebten Spiel. In der Tabelle behält Bayreuth damit die rote Laterne.