S.E.K.: Um den verdienten Lohn gebracht

Eine bittere Niederlage musste das JBBL-Team der Spielgemeinschaft Stuttgart Esslingen Kirchheim am vergangen Sonntag gegen die Nachwuchsbasketballer aus Nürnberg verkraften. In der Verlängerung ging das Spiel knapp mit 70:74 verloren, obwohl die SG über weite Strecken das dominierende Team war.

Vertauschte Rollen auf der Trainerbank bei der SG S.E:K. Aufgrund des Einsatzes von Brian Wenzel als Interimscoach beim Pro A Team der Knights, war es an Co-Trainer Peter Raizner, die Rolle des Cheftrainers zu übernehmen, während Wenzel ihm als Assistent zur Seite stand. Die Sondersituation sollte sich auf keinen Fall negativ auf das Team auswirken. Und dass die Jungs sich viel vorgenommen hatten, spürten die Zuschauer von der ersten Minute an. Mit viel Dynamik, Zugkraft und Konzentration ging das Team um ihre Center Vukajlovic und Stief ans Werk. Schnell war eine deutliche Führung herausgespielt, die auch bis zur Halbzeitpause auf 15 Punkte ausgedehnt werden konnte (44:29). „Wir haben klasse in die Partie gefunden, gekämpft, mit breiter Brust gespielt und die Basis für den Sieg vor heimischer Kulisse bereits früh gelegt“, resümierte dann auch Pete Raizner nach dem Match.

In der zweiten Halbzeit dennoch zeigten die Nürnberger deutlich mehr Widerstand, verkürzten den Rückstand Punkt um Punkt. Beim Stand von 56:52 ging es in das letzte Viertel und wiederum legten die Gastgeber vor. Die S.E.K.-ler hatten die Hand bereits am Sieg, als man bis 6 Minuten vor Spielende die Führung nochmals auf 10 Punkte ausdehnte. Dass dann aber bis zum Ende der regulären Spielzeit kein einziger Punktgewinn mehr gelang, beschäftige die Coaches noch lange nach Spielende. Die Gäste des NBC nutzten ihre Chance, erzielten den 68:68 Ausgleich und entschieden die Overtime mit 2:6 klar für sich.

Die bereits dritte Niederlage mit einer Differenz von weniger als fünf Punkten in der Relegationsrunde schmerzt. „Leider fehlt den Jungs teilweise noch die nötige Erfahrung und das Quäntchen Glück, um auch einfach mal enge Spiele für sich zu entscheiden,“ hadert auch Raizner mit der Situation, der aber bereits optimistisch nach vorne blickt: „Wir können nur aus solchen Spielen lernen und ich bin mir sicher wir machen es beim nächsten Mal besser.“ So geht die SG mit nur einem Sieg als Vorletzter der Relegationsrunde 4 in die Weihnachtspause, mit dem festen Vorsatz, in 2020 dann das Momentum auf seiner Seite zu haben.

SG S.E.K. vs Nürnberger Basketball Club 70:74 (23:17, 21:12, 12:23, 12:16, 2:6)

Vukajlovic (26), Stief (14), König (8)., Bezler (6), Sziede (4), Mounier (4), Seggio (4), Failenschmid (2), Laar (2)

 

PM: SG S.E.K.