TOP4: YOUNG RASTA DRAGONS einen Schritt vom Titel entfernt

Die YOUNG RASTA DRAGONS stehen im Finale um die deutsche U19-Meisterschaft. Beim RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 setzten sich die Niedersachsen in einem hochklassigen Halbfinale gegen den FC Bayern München Basketball mit 78:71 (14:21, 20:12, 20:13, 24:25) durch. Damit hat der letztjährige Vizemeister weiterhin die Chance, im morgigen Finale erstmals den NBBL-Titel zu holen. Überragender Akteur bei RASTA war Jack Kayil mit 29 Punkten (14/16 Freiwürfe) und neun Rebounds, Johann Grünloh kam auf 23 Punkte und 14 Rebounds. Bei München erzielte Ivan Kharchenkov 23 Punkte.

Hochkonzentriert gingen beide Teams vor der stolzen Kulisse von rund 2.000 Zuschauern in die Partie. Die Ausgangslage war klar: Die YOUNG RASTA DRAGONS wollten nach zwei Vizemeisterschaften in den vergangenen beiden Jahren erstmalig die NBBL-Meisterschaft, der FC Bayern Basketball zum vierten Mal Champion werden. Dazu mussten beide zunächst ins Endspiel, wobei diese Halbfinalbegegnung vielen als vorweggenommenes Finale galt. Sowohl die Dragons als auch die Bayern legten in den ersten Minuten Wert auf eine intensive Defensive, die – auf beiden Seiten – kaum Gelegenheit für klare Wurfchancen bot. RASTA führte nach fünf Minuten mit 10:9, ehe die Münchener defensiv noch mal eine Schippe drauflegten und im Angriff zu einigen gelungenen Abschlüssen kamen (20:14, 9. Minute). Beim Stand von 21:14 ging es in das zweite Viertel. 

Hier ging erst einmal minutenlang gar nichts: Die 24-Sekunden-Anlage am Münchener Korb musste in der 13. Minute nach einem Dunkversuch von RASTAs Johann Grünloh erst einmal gerichtet werden. Die zehnminütige Unterbrechung hatte Jack Kayil genutzt, sein Handgelenk zu justieren: Sein zweiter Dreier bedeutete den 24:24-Ausgleich. RASTA verstand es nun besser, seinen BBL-erfahrenen Big Man Grünloh ins Spiel zu bringen, dessen Länge die Bayern in dieser Phase nicht matchen konnten. Auf der anderen Seite hielt Bayerns Euroleague-erprobter Spielmacher Ivan Kharchenkov die Fäden in der Hand und führte das teaminterne Scoreboard mit 15 Punkten an; Bayern-Guard Martin Kalu hatte in den ersten 20 Minuten schon drei Fouls kassiert. Zur Halbzeit führten jedoch die Dragons knapp mit 34:33.

Es war keine Minute im zweiten Durchgang gespielt, als Kalu seinen ganzen Frust über seinen Foulbelastung in einen Eins-gegen-Null-Dunk legte und so für den Weckruf für die Münchener sorgte. Kurz darauf ließ auch Desmond Yiamu das Korbgebälk zittern, während es Johann Grünloh zweimal von Downtown Maß nahm – und zweimal traf (46:37, 25.). Kayil erhöhte kurz darauf an der Linie auf 48:37 – RASTA fühlte die Vibrations. Zu allem Überfluss musst Bayerns Kharchenkov ein paar Minuten in der Kabine behandelt werden. Als er zurückkam, sah er den wichtigen Dreier seines Teamkollegen Ivan Wolf zum 54:46-Stand vor dem Schlussviertel. 

Hier ging es zu Beginn ganz schnell: Dreier Wolf, Dreier des zurückgekehrten Kharchenkov, nur noch 52:54, eine Minute im letzten Abschnitt gespielt – Auszeit RASTA. Wolf, davon unbeeindruckt, besorgte kurz darauf den 54:54-Ausgleich und wenig später auch das 56:56 (33.). Kayil und Grünloh punkteten zum 61:56 (34.) für die Dragons, was Bayern-Headcoach Federico Perego zu einer schnellen Auszeit animierte. Es ging auf die Crunchtime zu, Grünlohs dritten Dreier beantwortete Kalu ebenfalls von Downtown (65:62, 37.). Grünloh kassierte sein viertes Foul, und Ivan Wolf besorgte per Dunk wieder die knappe Bayern-Führung (68:67, 38.). Dann wurde es wild: Dreier Kharchenkov, Dreier Kayil, Dreier Joshua Bonga – RASTA führte 31 Sekunden vor Schluss 74:71. Der nächste Dreier von Kharchenkov verfehlt sin Ziel, Kayil erhöhte an der Freiwurflinie auf 76:71. Kalus schneller Dreier ging daneben, und Bonga brachte den 78:71-Sieg an der Freiwurflinie unter Dach und Fach. Die YOUNG RASTA DRAGONS ziehen ins NBBL-Finale ein und stehen einen letzten Schritt vor ihrem großen Traum, dem NBBL-Titel.

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PM: NBBL gGmbH / JF

Fotos: Florian Ullrich