
Metropol: Overtime-Krimi gegen Dresden Titans
Das war kein Sonntag für schwache Nerven: Erst in der fünfminütigen Verlängerung erkämpften sich die Metropol YoungStars im Achtelfinale der Deutschen U16-Meisterschaft mit 82:76 (44:31) das 1:0 gegen den Nachwuchs der Dresden Titans. In der „best of three“-Serie kann die U16 der Metropol Baskets Ruhr nun am Freitag in Sachsen den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Gleicht Dresden aus, kommt es am Sonntag (6.4., 12 Uhr) in der Essener Helmholtzhalle zum alles entscheidenden dritten Spiel der Serie. Währenddessen vergab die U19 der Metropol Baskets Ruhr am Sonntag in der Vestischen Arena Recklinghausen den ersten von drei Matchbällen zum Klassenerhalt, unterlag der BBA Hagen mit 78:90 (46:43). Am Samstag im südhessischen Weiterstadt oder am Sonntag in der Essener Helmholtzhalle (6.4., 14:30 Uhr) bleiben zwei weitere Matchbälle zum Klassenerhalt.
In Bochum erlebten die Zuschauer einen kuriosen Spielverlauf. Die von Patrick Abraham und Nils Stachowiak gecoachten Metropol YoungStars führten bereits sicher, hatten ihre 44:31-Pausenführung im dritten Viertel bis auf 20 Punkte ausgebaut. Doch im Schlussviertel ließ die Ruhrgebiets-Auswahl den Gast aus der Elbmetropole immer weiter herankommen – und plötzlich ging es beim 73:73 in die Verlängerung. Die fünfminütige Extrazeit gewannen die YoungStars dann mit 9:3 und wurde ihrer Favoritenstellung dann doch noch gerecht. Statt Schule heißt es am kommenden Freitag für die YoungStars nun „Achtelfinal-Spiel 2 in Dresden“, erst am Samstag kommt die Mannschaft zurück in die Heimat. Im Gepäck dann entweder mit 2:0 der Viertelfinal-Einzug – oder aber die Aufgabe für Sonntagmittag, das dritte Spiel in eigener Halle zu gewinnen. Nach Platz eins in der Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) ist der Metropol-Traum die dritte Top4-Teilnahme nach 2016 in Ulm und 2022 in Frankfurt. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
YoungStars: Kerem Ekinci (5/1), Mats Neumann, Adel Halilbasic (4), Béla Doleviczenyi (22/1, 9 Reb, 7 Steals, Foto), Lukas Freitag (12, 7 Reb.), Maximilian Bölhauve (4), Ari Falke (4), Arne Mathes, Leonard Smit, Jan Ramosaj (8/1), Tassilo Baumüller (19), Jonas Bode (4, 9 Reb.).
Mit einem Heimsieg gegen die BBA Hagen hätten die Metropol Baskets Ruhr in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) vorzeitig den Klassenerhalt sichern können, doch am Ende unterlag das Team von Robin Pflüger und Alexander Winck mit 78:90. Beim Seitenwechsel war MBR beim 46:43 noch aus Kurs, geriet dann aber durch ein 13:30 im dritten Viertel zweistellig in Rückstand. Obwohl Gianluca Pavlidis mit Foulhöchstzahl und Damarae Simson mit zwei technischen Fouls im dritten Viertel ausschieden, kämpfte sich Metropol noch einmal bis auf 76:79 (37.) heran, drei Hagener Dreier in Serie entschieden aber die Partie. Zudem bekam die MBR-Defense den Hagener Spielmacher Dusan Ilic (30 Punkte, 12 Assists), der 40 Minuten durchspielte, nur selten in den Griff. Bei Metropol legte Kapitän Leeroy Jaiteh ein Double-Double bei Punkten und Rebounds auf. Das Nachholspiel am kommenden Samstag in Weiterstadt beim Tabellenführer Team Südhessen oder der letzte Spieltag am Sonntag gegen Gießen sind die letzten beiden Chancen auf den Klassenerhalt – ein Sieg fehlt dem Pflüger-Team noch. Oder aber die BBA Hagen leistet Schützenhilfe mit einem Heimsieg über Bremerhaven – darauf will sich Metropol aber nicht verlassen müssen.
Metropol: Leeroy Jaiteh (17/1, 16 Reb.), Gianluca Pavlidis (11/3), Piet Jaffke (4), Simon Rentz (2), Noah-Su Drisch, Sebastian Ochudlo (20/1), Emilio-Bo Drisch (2), Lukas Ophelders (17/4), Mats Claßen, Julian Reul (3/1), Damarae Simson (1), Justus Reuter (1).
PM: Metropol Baskets Ruhr